Tag 20: Stykkishólmur – Grundarfjörður

 

Der Wind hat nachts zweitweise nachgelassen oder wir haben uns an das flattern und klatschen der Zeltwände gewöhnt – die Nacht war besser als befürchtet.

Trotzdem: Es weht heftig und Frühstück machen wir uns darum wie viele andere im Vereinshaus des Golfclubs, der auch den Camping betreibt.

Die Strecke nach Grundarfjöður ist nicht weit. Wir trödeln uns durch die beeindruckende Landschaft: Berge, Wolken, Lavafelder, Buchten – tolle Blicke.

Und nein, das fermentierte Hai-Fleisch in Bjarnahöfn haben wir nicht probiert!

Der Camping in Grundarfjödur ist ein kommunaler, es gilt unsere Camping Card. Entsprechend rudimentär ist die Anlage mit nur 2-3 WC und einem Spülbecken zum Abwaschen. Duschen kann man im Schwimmbad – wir drehen allerdings ein paar Runden und nutzen auch Hot Pool und Sauna. Schon großartig in so einem Hot Pool sitzend in die grauen Berge zu schauen und die Möwen segeln über einen weg.

Btw: Ab und an nähert man sich unbeabsichtigt einem der Bodennester der kleinen schwalbenschwänzigen Möwen. Die attackieren einen dann richtig, muss man aufpassen!

Und noch eine Anmerkung: Es gibt hier zum ersten Mal so was wie eine Zweiklassen-Gesellschaft. Der Camping hat einen windgeschützten, etwas abgelegenen Teil, der abgesperrt und den Isländern vorbehalten ist. Deklariert für „Langzeitparker“. Irgendwie komisch. Und irgendwie auch verständlich, wenn man die abendliche Armada der Touristen auf den Campings so sieht und auch das teilweise schlechte Benehmen der Leute.

Da wir mittags Fisch hatten, gibt es abends kalte Küche mit Käse, Gurke, Tomaten und – ja: Baguette!

Und: Wir haben Blick auf den Kirkjufell, der seine Berühmtheit u.a. „Game of Thrones” zu verdanken hat. Womit Grundarfjödur „Game of Thrones” eine Menge Besucher zu verdanken hat :-)